Es war einmal Jenin

Das Flüchtlingslager liegt in Trümmern, eine groß angelegte Suchaktion nach Verschütteten blieb aus. Jenin ist zur Chiffre für israelische Brutalität geworden – und zum palästinensischen Mythos. Von Robert Treichler

So etwas traut man nur der Natur zu. „Wie nach einem Erdbeben“ sehe es aus, sagte der UN-Sondergesandte Terje Roed-Larsen, als er Donnerstag vergangener Woche den Ort besichtigte, an dem sich nur noch teilweise das Flüchtlingslager von Jenin befand. Das Zentrum des Lagers, einige Häuserzeilen, waren verschwunden, stattdessen klaffte ein riesiges Loch inmitten von Ruinen. Aber die Erde hatte nicht gebebt. Die Katastrophe hatte sich angekündigt, sie war von Menschen herbeigeführt, und deshalb muss eine Frage beantwortet werden: Was ist in der palästinensischen Stadt geschehen, nachdem sie am 3. April von der israelischen Armee besetzt und zu einem militärischen Sperrgebiet erklärt wurde?

Jenin war vorgewarnt. Im März hatte die israelische Regierung die „Operation Schutzwall“ gestartet und Ramallah, Bethlehem, Tulkarem und andere Städte und Dörfer eingenommen. Die Taktik war überall dieselbe: Eine Ausgangssperre wurde verhängt, die Soldaten besetzten strategische Positionen, wer Widerstand leistete, wurde dank militärischer Überlegenheit getötet oder gefangen genommen. Dann zogen die Soldaten von Haus zu Haus und nahmen Männer im Alter von 15 aufwärts mit. Waffenarsenale wurden konfisziert, „terroristische Infrastruktur“, etwa Polizeistationen der palästinensischen Autonomiebehörde, zerstört.

Bald würde Jenin an die Reihe kommen. Die Stadt im äußersten Norden der besetzten Gebiete des Westjordanlandes ist kleiner als Nablus, politisch unbedeutender als Ramallah, weniger symbolträchtig als Bethlehem. Doch Jenin, und vor allem das Flüchtlingslager am Rande der Stadt, hat sich im Kampf gegen die Okkupation als Hort der radikalen islamistischen Gruppierungen hervorgetan. Die Israelis nennen es ein „Hornissennest“.

Das Lager ist nichts anderes als ein slum-artiger Stadtteil am Abhang eines Hügels. Ursprünglich ließen sich hier Palästinenser nieder, die nach der israelischen Staatsgründung im Jahr 1948 aus der Gegend von Haifa flüchten mussten. Im Lauf der Jahrzehnte hat sich ein Haus an das nächste gedrängt, nach Bedarf wurden weiter Etagen draufgebaut, und es entstand ein Gewirr aus engen, verwinkelten Gassen. Rund 15.000 Menschen drängten sich auf nicht viel mehr als einem Quadratkilometer.

Extremismus

Im Lager herrschte eine auch für Außenstehende sofort spürbare aufgeladene Stimmung aus Religiosität und Hass auf den Feind, Todesmut und Extremismus. Viele der Suizidattentäter, die sich in Israel in die Luft sprengten, brachen von hier auf. „Ich wäre stolz, wenn einer meiner Söhne bei einem Attentat den Tod findet“, sagte Jammal Abu Alhija, ein Hamas-Führer von Jenin, im vergangenen Jänner gegenüber profil.

Diese Hochburg der Radikalen sollte die israelische Armee beseitigen. Es war von vornherein klar, dass die „Operation Schutzwall“ im Labyrinth des Lagers von Jenin, in dem sich vielleicht hunderte Bewaffnete verschanzten, besonders schwierig und riskant sein würde. Am 3. April begann die Aktion, vergangene Woche endete sie. Was dazwischen geschah, ist umstritten.

Sicher ist, dass die Israelis sich den Weg ins Lager bahnten, indem sie strategisch entscheidende Gebäude von Hubschraubern und Panzern aus beschossen. Dann drangen sie mithilfe von Bulldozern in den Hexenkessel vor. „In den ersten drei Tagen schafften wir 600 Meter“, schildert ein Soldat das intensive Gefecht.

Die israelische Armee beschreibt ihr Vorgehen so: Die Soldaten hätten per Lautsprecher die Bewohner der Häuser aufgefordert herauszukommen. Die Suche habe Terroristen gegolten. Doch diese hätten gekämpft, anstatt sich zu ergeben. „Sie wollten als Shahids (als Märtyrer, Anm.) sterben“, erläuterte Generalmajor Aharon Zeevi Farkash den Grund für die tagelangen Gefechte und die Opfer und behauptet: „Die Leute, die von unsrer Armee in Jenin getötet wurden, waren alle Terroristen.“

Die Israelis bemühen sich, den Vorwurf zu entkräften, sie hätten ein Massaker an unbewaffneten Zivilisten verübt, den die Palästinenser bereits mehrfach erhoben haben. Laut israelischer Version handelte es sich ganz einfach um eine Schlacht.

Tatsächlich starben insgesamt 23 israelische Soldaten in dem Straßengewirr des Lagers, 13 von ihnen vorvergangenen Dienstag bei einem einzigen Hinterhalt. Palästinenser hatten mehrere Sprengsätze versteckt, die explodierten, als die Soldaten sich näherten. Zugleich eröffneten die Palästinenser das Feuer.

War also Jenin Schauplatz eines mörderischen Gefechts, nicht aber eines Massakers?

Es wurden keine Hinweise dafür gefunden, dass die israelischen Soldaten systematisch Zivilisten erschossen hätten. Nur vereinzelt lagen in den Straßen von Jenin Leichen von Frauen und unbewaffneten Männern. Gemäß israelischer Interpretation waren auch sie an den Kämpfen beteiligt. „Neben den Frauenleichen fand man Kalaschnikows“, stützt die regierungsfreundliche „Jerusalem Post“ die Argumentation der Armee. Ilan Ben-Dov, Gesandter an der israelischen Botschaft in Wien, sagt, dass 90 Prozent der Zivilisten das Lager verlassen hätten, bevor die Armee einrückte.

Ganz ausgeräumt ist der Verdacht der Erschießungen von Zivilisten allerdings noch nicht. Die palästinensische Menschenrechtsorganisation „Law“ hat Berichte von angeblichen Augenzeugen veröffentlicht, die beobachtet haben wollen, wie die Armee Leichen in Säcken aus dem Lager weggeschafft habe. Diese seien auf Lastwagen verladen und außerhalb von Jenin mithilfe von Bulldozern vergraben worden. Etwas später seien die rund 30 Leichen wieder ausgegraben und in Richtung Israel abtransportiert worden. Der israelische Oberste Gerichtshof hatte die Bestattung von Leichen durch die Armee zunächst untersagt, das Verbot dann aber aufgehoben.

Wo kaum Leichen von Zivilisten gefunden werden, gibt es auch keine Beweise für ein Massaker. Aber noch ist das Lager ein völlig unübersichtliches Trümmerfeld und an endgültige Schlussfolgerungen nicht zu denken. Es gibt keine verlässliche Antwort auf die Frage nach der Zahl der Menschenleben, die die „Operation Schutzwall“ in Jenin gefordert hat.

Die israelische Armee hatte zunächst von rund 100 getöteten Palästinensern gesprochen, später jedoch nur noch von „ein paar Dutzend“. Palästinenser halten die Zahl von 500 Toten für realistisch. Jamil Alhamed, Arzt und Gesundheitsbeauftragter des Distrikts von Jenin, möchte sich auf Spekulationen über die Opferbilanz nicht einlassen. Viele Männer seien verhaftet und weggebracht worden, manche hätten das Lager bereits vor dem Eintreffen der Armee verlassen. Allerdings gibt er zu bedenken, dass „Gestank aus den Trümmern aufsteigt“. Denn es blieb nicht bei Feuergefechten.

Bulldozer

Die israelische Armee walzte mit Bulldozern Häuser nieder, um sich Wege durch das Lager zu bahnen. Über das Ausmaß der Zerstörung, das sie dabei anrichteten, gibt es gegensätzliche Meinungen. Die Israelis sagen, nach dem Hinterhalt, bei dem 13 Soldaten getötet und weitere verletzt worden waren, hätten sie eine sichere Straße gebraucht, um die Verwundeten hinausschaffen zu können. Deshalb rammten sie die Gebäude nieder, von denen aus palästinensische Heckenschützen auf sie schossen. Für das enorme Ausmaß der Zerstörung seien jedoch vor allem die Palästinenser selbst verantwortlich, behauptete etwa der israelische UN-Botschafter Yaakov Levy vergangene Woche auf der Menschenrechtskonferenz der Vereinten Nationen in Genf. Sie hätten, so Levy, ganze Häuser gesprengt und Dynamitfallen gestellt.

Die palästinensische Version sieht anders aus. Nach den schweren israelischen Verlusten habe die Armee Häuser niedergerammt, ohne per Lautsprecher die Bewohner zu warnen, wie sie das anfangs getan hätte. Insgesamt sei eine Fläche leer geräumt worden, auf der etwa 200 Wohnhäuser gestanden waren. Überlebende berichten von schrecklichen Szenen. Familien sollen sich in Kellern ihrer Häuser versteckt haben, als die Bulldozer die Mauern über ihnen zum Einsturz gebracht hätten. Manche hätten nicht schnell genug auf die Lautsprecherwarnungen der Soldaten reagiert. Eine Familie sei von einem Hubschrauber aus beschossen worden, als sie ihr Haus verließ.

Mit bloßen Händen

Möglicherweise liegen unter den Trümmern ja auch noch Lebende. Doktor Jamil Alhamed sagt, er habe mit anderen versucht, mit bloßen Händen Verschüttete zu bergen, aber „ohne Spezialgeräte würden wir Monate brauchen“. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International klagte, dass Ende vergangener Woche noch keine systematischen Bergungsarbeiten im Gange gewesen seien. Die Israelis hätten keine internationale Hilfe angefordert, sondern vielmehr Hilfsorganisationen tagelang den Zutritt zum Lager verwehrt. Die Sperre galt auch für Rettungsfahrzeuge. Ein Mitarbeiter einer lokalen Organisation habe laut Amnesty einen Anruf von einer zehnköpfigen Familie erhalten, die in einem von Trümmern verschütteten Raum eingeschlossen ist.

Der Eindruck, dass sich Israel nicht um elementare Nöte der Palästinenser kümmert, verdichtet sich zur Gewissheit. Erst blieben die Bewohner von Jenin tagelang ohne Strom und Wasserversorgung, jetzt fehlen Bergungsgeräte. Was würde die Regierung wohl unternehmen, wenn tatsächlich ein Erdbeben die Häuser zum Einsturz gebracht hätte – und wenn es israelische Häuser wären? Poul Nielson, der EU-Kommissar für Entwicklung und humanitäre Hilfe, nannte die israelische Tatenlosigkeit eine „Verhöhnung des humanitären Rechts“.

Für viele wird jegliche Hilfe zu spät kommen. Das weiß auch Doktor Jamil Alhamed. Er habe kaum Verletzte gefunden, die er versorgen hätte können. „Manche wären vielleicht noch am Leben, wenn wir ein paar Tage früher ins Lager gehen hätten dürfen“, sagt er.

profil fragte Gideon Ezra, den stellvertretenden israelischen Minister für Öffentliche Sicherheit, nach der Bereitschaft der Israelis, den Palästinensern bei der Bergung zu helfen. Ezra behauptete, Bergungen seien bereits im Gange. Außerdem würde die Armee Jenin bald verlassen, „und dann können die Palästinenser das selber machen“. Schließlich habe es sich um keine großen Gebäude gehandelt, da seien „nicht die Twin Towers eingestürzt“, urteilt Ezra mit großer Gelassenheit.

Das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) geht davon aus, dass die Zahl der getöteten und festgenommenen Palästinenser schließlich genau ermittelt werden könne, denn alle Lagerbewohner seien registriert gewesen.

Doch die Zahl der Toten wird wenig an dem Bild ändern, das die Öffentlichkeit nach und nach von den Ereignissen in Jenin gewinnt. Jenin ist zur Chiffre für Brutalität geworden. Brutalität, die aus israelischer Sicht unvermeidlich ist, um den Terror zu bekämpfen. Die Armee veröffentlicht ihre vorläufige Erfolgsbilanz der „Operation Schutzwall“: 4258 Verhaftungen, 1949 sichergestellte Kalaschnikows, 2175 Gewehre, 30 Kilo Sprengstoff und so weiter. Aber bereits vergangene Woche räumte Generalmajor Farkash ein, der Terrorismus zeige bereits „Anzeichen des Wiederauflebens“ und er werde „ansteigen, sobald wir abgezogen sind“.

Das kann man als Eingeständnis eines Misserfolges deuten, der unvermeidlich war. Unter den über 4000 Verhafteten befinden sich laut Armee 387 Gesuchte, und niemand nimmt ernsthaft an, dass Hamas, Islamischer Dschihad oder die Al-Aksa-Brigaden Schwierigkeiten haben werden, in naher Zukunft Selbstmordattentäter zu rekrutieren. Auch die paar tausend erbeuteten Schusswaffen nehmen sich mickrig aus, denn die Armee schätzt, dass die Palästinenser insgesamt 40.000 davon besitzen.

Sicherheitsminister Ezra bedauert, dass die Operation wohl zu früh abgebrochen werde, um die USA zu besänftigen. Seiner Ansicht nach könnten die Befragungen der Verhafteten Informationen bringen, die zu weiteren Festnahmen führen könnten. Dazu allerdings müsse die Armee in Jenin und den anderen Städten bleiben.

Heldenmythos

Freitag vergangener Woche jedoch zog die Armee ab und hielt nur noch einen Ring um die Stadt besetzt. Die Palästinenser waren mit Jenin wieder allein, und für sie hat diese Stadt eine größere Bdeutung bekommen, als man zunächst vermuten könnte. Der israelische Friedensaktivist Uri Avneri sagt voraus, dass sich Jenin zu einem Heldenmythos der Palästinenser entwickeln werde. Hier hätten sie den Israelis getrotzt und der übermächtigen Armee Verluste zugefügt. Der Wille zum gewaltsamen Kampf gegen die Besatzer sei nicht gebrochen worden, sondern gestärkt. Es ist ein kollektiver Wille zum Kampf bis in den Tod.

Der ergebnislose Besuch des US-Außenministers Colin Powell wird im Vergleich zum Mythos von Jenin schnell vergessen sein. Vermittler und Verhandler stehen nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Palästinenser haben weniger zu verlieren denn je. Die Israelis ahnen bereits, wie es weitergehen wird, und drohen: „Die Palästinenser wissen, dass neuerlicher Terror eine noch härtere israelische Antwort zur Folge haben wird“, sagte Generalmajor Farkash vergangene Woche.

Die Israelis haben jegliche Scheu abgelegt, Kritik des Auslands in den Wind zu schlagen. Moralisch haben sie in den Augen der internationalen Öffentlichkeit in Jenin das Gesicht verloren. Das begann sich Ende vergangener Woche in vielen Kommentaren abzuzeichnen. Die Folgen von Jenin treten langsam zutage.

Quelle: "Profil"

Schwere Vorwürfe gegen Vorgehen der israelischen Armee im Lager Dschenin

Willkürliche Hinrichtungen, brutale Gewalt gegen die Zivilbevölkerung oder systematischer Beschuss von Ambulanzen: Die Vorwürfe wiegen schwer, die Amnesty International gegen die israelische Armee erhebt.

Wenige Tage nach dem Abzug der Soldaten aus dem palästinensischen Flüchtlingslager Dschenin präsentierte die Menschenrechtsorganisation in London einen vorläufigen Bericht. Massive Verstöße gegen die Genfer Konvention und blutige Verletzungen der Menschenrechte protokollierte ein Team der renommierten Organisation.

Israel hat ein schlechtes Gewissen, vermutet Derrick Pounder, Professor für Gerichtsmedizin an der Universität Dundee, der im Krankenhaus von Dschenin nach Spuren vermuteter Massaker fahndete. Amnesty ist inzwischen sicher, dass sich im Lager unbeschreibliche Gräuel abgespielt haben müssen.

Von einer realistischen Einschätzung der Opferzahlen sei man allerdings noch weit entfernt, erklärten die Wissenschaftler, die im Auftrag von Amnesty vor Ort recherchiert hatten und dabei auf massive Behinderungen durch das israelische Militär gestoßen sind.

Teile des Lagers seien mit der Planierraupe eingeebnet worden, doch über den Trümmern schwebe ein unerträglicher Leichengeruch, klagte Derrick Pounder, der bisher vergeblich nach den Opfern der wochenlangen Militäraktion suchte. Hunderte von Toten hatte er eigentlich nach dem Ausmaß der Verwüstungen erwartet, ein Vielfaches an Verwundeten, doch gerade 21 Leichen wurden bislang gefunden. Fünf Opfer wurden schließlich von dem schottischen Gerichtsmediziner im Lager-Hospital untersucht. Sein Urteil: Die Toten trugen Sandalen, waren eindeutig als Zivilisten zu identifizieren und wurden dennoch offenbar mit gezielten Schüssen vor Ort hingerichtet.

Doch nicht nur Lynchjustiz wirft Amnesty den israelischen Soldaten vor. Aus zahlreichen Gesprächen mit Augenzeugen aus den Reihen der Palästinenser, Interviews mit israelischen Soldaten und Indizienfunden vor Ort rekonstruieren die Menschenrechtler einen Feldzug, der sich ihrer Einschätzung nach weniger gegen den Terror, sondern in erster Linie gegen das gesamte palästinensische Volk richtet . In den besetzten Gebieten habe man Beweise für Folter und Massentötungen gefunden, behaupten die Mitarbeiter, die in den nächsten Tagen zu weiteren Ermittlungen in den Nahen Osten reisen werden.

Rücksichtslos und mit geplanter Brutalität gehe das Militär gegen die Palästinenser vor, heißt es in dem Report, der unter anderem von Kathleen Cavanaugh, einer Rechtsexpertin der irischen Universität Galway, verfasst wurde. Entgegen aller internationalen Gepflogenheiten werde Hilfsorganisationen und Diplomaten immer wieder der Zugang zu den Kampfzonen verweigert. Kinder und Frauen seien bei den bewaffneten Auseinandersetzungen als menschliche Schutzschilder missbraucht worden, Gefangene würden ohne Verhandlung erschossen.

Die israelische Regierung hat bisher alle Vorwürfe zurück gewiesen. Während auch das Internationale Rote Kreuz inzwischen unter den Trümmern von Dschenin zahlreiche Leichen vermutet, behauptete Ariel Scharon weiterhin, die Zahl der Toten rangiere höchstens im zweistelligen Bereich. ( von Ulrich Schilling-Strack )